Seriöse Auseinandersetzung mit Bildungsfragen
Die Regierung hat die Vernehmlassung über Änderungen im Volkschulbildungsgesetz eröffnet. Einige werden stöhnen und sagen: Schon wieder eine Reform! Fakt ist, dass von 1995 bis 2005 das Projekt „Schule mit Profil“ lief und seit 2005 wird das 2004 beschlossene Projekt „Schule mit Zukunft“ umgesetzt. Folge davon ist, dass weitere Umsetzungsschritte gemacht werden und dies an vielen Orten als ständige Reform oder bösartiges als Reformitis empfunden wird. Hinzu kommt nun, dass mit dem negativen Ausgang der Abstimmung zu HarmoS nun auch der eingeschlagene Weg teilweise grundsätzlich in Frage gestellt wird.
Auch innerhalb der CVP führt dies zu Diskussionen. Gestern Abend hat sich die Fraktion deshalb zu einer Sondersitzung getroffen und eine Auslegeordnung vorgenommen und insbesondere auch beraten, welche Vorstösse allenfalls wie eingereicht werden sollen. Dabei war hocherfreulich zu sehen, welche zentrale Bedeutung das Postionspapier Bildung hat. Die grosse Mehrheit der Fraktion will nicht in Hüst-und-Hott-Aktionen vorschnell agieren. Weil aktuell die Vernehmlassung zur Revision des Volkschulbildungsgesetzes läuft und momentan die Arbeitsgruppen zusammengestellt werden, die die Positionspapiere überarbeiten – also auch jenes zur Bildung – wollen wir diese Arbeit seriös machen. Das Ergebnis dieser Arbeit soll dann die zukünftige Richtung der Partei in Bildungsfragen bestimmen. Zur Vernehmlassung ist geplant, mit allen uns nahestehenden Schulverwaltern, Schulpflegern und Schulleitungspersonen eine Tagung durchzuführen. Ebenfalls werden Bildungsfragen in naher Zukunft einen wichtigen Teil unser monatlichen Basisbefragung ausmachen.
