CDU war zu Gast
An der gestrigen, gut besuchten DV in Buttisholz fasste die CVP die Parolen zu den anstehenden Abstimmungsvorlagen. Dem Geschehen folgten auch knapp 10 Personen, welche ursprünglich aus dem Kosovo stammen. Es handelte sich dabei um eine Gruppe, die der christlich-demokratischen Union der Albaner angehört bzw. nahe steht. Dass es eine uns verwandte politische Gruppierung von Kosovaren hier in der Schweiz gibt, erfuhr ich auch erst, als ich von ihnen an ihre Feier zum ersten Unabhängigkeitstag des Kosovo in der Stadthalle Sempach eingeladen wurde. Daran nahmen am 28. Februar rund 800 Personen teil.
Die Katholiken sind im Kosovo eine Minderheit von etwa 5 %.Hingegen wohnen in der Schweiz rund 20'000 katholische Kosovaren, davon etwa ein Viertel im Kanton Luzern. Deshalb gibt es in Emmen eine katholische Mission, welche von einem Pfarrer und zwei Schwestern geführt wird. Viele dieser Leute sind bereits eingebürgert - anders als bei EU-stämmigen Zuwanderern suchten sie viel stärker die Einbürgerung. Die CDU der Kosovo-Albaner war bis zum Krieg im Jahre 1999 sehr aktiv und haben von der Schweiz aus versucht, das politische Geschehen im Kosovo zu beeinflussen. Nach dem Krieg nahmen die Aktivitäten ab - heute sind sie nicht mehr wirklich aktiv. Sie sind aber immer noch gut vernetzt untereinander.
Persönlich bin ich der Überzeugung, dass es wichtig ist, dass die hier problemfrei integrierten Zuwanderer sich auch hie und da in der Schweiz artikulieren. Es geht darum klarzumachen, dass die grosse Mehrheit der aus dem Balkan zugewanderten Menschen sich korrekt verhält. Zudem ist es auch in unserem Interesse, wenn wir organisierte Ansprechpartner haben. Dann können wir nämlich Integrationsfragen mit den Betroffenen besprechen und würden wahrscheinlich auch vieles bessser verstehen.
Im Nachgang zur erwähnten Veranstaltung Ende Februar habe ich mich einer Gruppe aus der CDU der Albaner getroffen, dabei war auch der Pfarrer Don Marian Demaj. Wir haben vereinbart, dass wir einen gemeinsamen Anlass organisieren, in dem vorallem Jugendliche aus ihrem Kreise zusammen mit Politikerinnen und Politikern diskutieren und aktuelle Probleme besprechen. Für mich ist das der Beginn einer engen Zusammenarbeit. Wir haben eine Vereinigung der italienisch-stämmigen Christdemokraten namens Movimento Popolare Italo-Svizzero. Weshalb sollen wir irgendwann nicht auch die CDU der Albaner als Vereinigung der CVP aufnehmen?
