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Bundesrat Maurer leistet Wahlunterstützung - für uns!

Dass Bundesräte sich für ihre Parteien als Wahllokomotiven einspannen lassen, haben wir schon erlebt. Im Wahljahr 2011 wollen sich die Bundesräte aber eher zurückhalten. Dass diese Zurückhaltung soweit geht und mit der faktischen Unterstützung anderer Parteien endet, überrascht dann schon. Aber Ueli Maurer hat es getan.

 

Wie die NZZ am Sonntag gestern berichtet hat Bundesrat Maurer vor rund 30 ehemaligen Präsidenten beider Räte sich gegen die Polarisierung ausgesprochen. Er ging offenbar soweit und hinterfragte gar seine frühere Rolle als Parteipräsident. Denn bekannt ist, dass seine Partei unter seiner Führung der Polarisierung geradezu Vorschub geleistet hat: Wer nicht für uns ist, ist gegen uns!

 

Offenbar hat das Bundesratsamt Herrn Maurer zu neuen Erkenntnissen gebracht.Die Schweiz funktioniert nicht, wenn die Polparteien die Mehrheit innehaben. Bei aller Freude über den Klamauk, den diese produzieren, die Wählerschaft sollte sich die Worte von Bundesrat Maurer zu Herzen nehmen. Sie passen zudem zu einer früheren Aussage, in der er das Ziel seiner Partei, 40 % Wähleranteile zu erreichen, kritisierte. Er liess sich zitieren: Eine Partei mit 40 Prozent wäre gefährlich für die Schweiz: Die anderen würden an den Rand gedrängt.

 

Wenn ein halbwegs geläuterter ehemaliger langjähriger Parteipräsident in seiner verantwortungsvollen Rolle zu solchen Erkenntnissen kommt, dann lohnt es sich, diese zu bedenken.

 

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